Der Islam dümpelt weiterhin im Mittelalter

Nur der zurückgebliebene Islam, mit seinen gestrigen Führungskasten und dem bedauernswerten Fußvolk, dessen Identität vom Glauben an das Gottphantom Allah zutiefst geprägt ist, dümpelt weiterhin im Mittelalter, meint Thomas K. Luther.

„Nicht Gott schuf den Menschen, sondern der Mensch schuf Gott“ sagte der Philosoph Ludwig Feuerbach im Jahre 1851 – in damals unerhörter Direktheit. Und tatsächlich gehört Gott zu den variantenreichsten Erfindungen des Homo sapiens. Gottfiguren waren seit Urzeiten die optimalen Vehikel der Machtausübung. Doch jetzt, im Zeitalter globaler Digitalisierung werden die verschiedenen Theologien für jedermann sicht- und vergleichbar – und der Zweifel wächst. Damit schrumpfen Gott und Götter zwangsläufig zu den Lügenpaketen, die sie immer waren. Die Macht der Gottesmänner wird zunehmend, auch in bisher nicht aufgeklärten Gesellschaften, gebrochen. Nur der zurückgebliebene Islam, mit seinen gestrigen Führungskasten und dem bedauernswerten Fußvolk, dessen Identität vom Glauben an das Gottphantom Allah zutiefst geprägt ist, dümpelt weiterhin im Mittelalter.

In modernen, gebildeten Gesellschaften werden „Gott“ und sein Personal kritisch gesehen und hinterfragt. Als früher Höhepunkt analytischer Kritik gilt das seinerzeit viel beachtete Buch „Pfaffenspiegel“ des Freidenkers Otto von Corvin, aus dem Jahre 1845. Die Sicht Corvin’s auf „Zustände und Entwicklung der göttlichen Perversion“ ist auch heute noch zutreffend und stichhaltig. Seine Meinung subsumiert sich in dem Satz: „Nehmt die Kreuze vom Nagel – und hängt die Pfaffen dran.“ Der Begriff „Pfaffe“ ist eine mittelhochdeutsche Lautverschiebung des lateinischen „papa“ und hatte früher eine ehrende Bedeutung. Seit Corvin – und seiner entlarvenden Beurteilung der Gottesmänner – steht die Bezeichnung „Pfaffe“ abwertend für Priester und Theologen.


Der Begriff „Theologe“ ist religionsübergreifend und wird meist im Bereich der abrahamitischen Konfessionen verwandt. Der Duden definiert „Theologe“ als „Gottesgelehrter“ – jemand, der sich wissenschaftlich mit der Lehre einer als wahr vorausgesetzten Religion, ihrer Offenbarung, Überlieferung und Geschichte beruflich beschäftigt. Übersetzt bedeutet das lateinische Wort „theologus“: von Gott Redender. Im Griechischen steht die Bezeichnung „Theos“ für Gott, und „Logos“ für Rede. Zur theologischen Gruppe der „von Gott Redenden“ zählen mithin auch: Rabbiner, Ajatollahs, Mullahs und Imame.

„Gottesgelehrter“ ist eine anspruchsvolle Bezeichnung. Der Ausdruck impliziert: Es gibt Gott – und Wissen über ihn. Beides ist falsch. Es kann kein Wissen über Gott geben, weil – man muss es so simpel ausdrücken – weil niemand ihm je begegnet ist, weil er niemals faktisch wurde. Es gibt nur den vielfältigen, naiven Glauben an ihn und einen Wust theoretischer Interpretationen über ihn. Und an vorderster Stelle: Eine seit Bestehen der Menschheit nachwachsende Kaste von Scharlatanen, die ihren Zeitgenossen ihren jeweiligen Gott verkaufen konnte. Wenn die Gottesmänner erklären, Gott sei als transzendentes übersinnliches Wesen zu verstehen, erübrigt sich die Forschung am Objekt, weil es nicht fassbar ist. Dann spekulieren die Theologen lediglich – sie beschäftigen sich mit Deutung, wenn sie den Pfad realer Gegebenheiten und Fakten verlassen.

Sowohl im Judentum, wie im Christentum, wie auch im Islam beziehen sich die Theologen auf ihre jeweils als wahr geltende Lehre – mit ihrem „einzig wahren“ Gott. Tatsächlich ist der jüdische Gott Jahwe (JHWH, hebräisches Tetragramm: Joh, He, Waw, He) die gemeinsame Basis. Die Mohammedaner nennen ihn Allah. Und im Christentum stellt Jahwe – innerhalb der Trinität – Gottvater dar. Dabei gehört Jahwe zu einer großen Anzahl von Geistwesen, die weltweit ebenfalls als einzig wahre Götter deklariert sind. Damit wird ein grundsätzliches Problem sichtbar: Wer kann sich, global gesehen, den „einzig wahren Gott“ auf seine Fahne schreiben? Natürlich niemand – weil kein Gott existiert.

Die Überzeugung dem wirklichen Gott zu huldigen, ist ebenso illusionär wie naiv. Beweise für seine Existenz sind notwendig – und sollten von den Theologen, die sich ja „wissenschaftlich“ mit ihrem Gott beschäftigen, geliefert werden. Wissenschaft bedeutet: „Erweiterung des Wissens durch Forschung.“ Theologen sind also gehalten zu analysieren, das Vorhandensein ihres Gottes zu erforschen und nachzuweisen – und sich nicht auf fragwürdige Glaubenstheorien und Dogmen zu berufen, die Altvordere aus ihren Reihen produziert haben. Der Rückgriff auf frühere Stadien der Lehre offenbart – außerhalb realer geschichtlicher Dokumentation – nur alte religiöse Theorien, fördert nur historische Belege theistischer Fantasie zu Tage, ist aber keine Forschung, die Gott glaubwürdig erklärt – oder gar nachweist.


Seit der Aufklärung wird die Existenz Gottes nicht nur infrage gestellt, sondern widerlegt. Religiöse Institutionen wurden entlarvt, abgelehnt und belächelt. Trotzdem – sagt das Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung, Heinz-Werner Kubitza – steht die Theologie an unseren Universitäten unter Denkmalschutz. Und (Dr. theol.) Kubitza ergänzt: Wenig hilfreich scheinen die Beiträge zu sein, die die Theologie zu einer modernen Weltsicht beisteuern kann. Denn wo andere Fakultäten seit der Aufklärung die Welt real verändert haben, wird es in der Theologie schon als Innovation gefeiert, wenn ein alter Holzweg von Zeit zu Zeit mit viel verbalem Aufwand wieder freigeräumt, oder eine neue Schule begründet wird. Ist die Theologie als gläubige Wissenschaft nicht eigentlich ein Relikt aus längst vergangener Zeit? Was bedeutet es für das Ansehen einer Universität, wenn sie ein Fachgebiet in ihren Reihen duldet, dessen Vertreter nicht einmal in der Lage sind, ihren Gegenstand nachzuweisen? Womit beschäftigen sich Theologen an staatlichen Universitäten überhaupt? Fakt ist: Unser Gemeinwesen leistet sich für ca. 280 Millionen Euro jährlich an staatlichen Universitäten gelehrte Mythologie, gläubiges Denken und konfessionell gebundene Schein-Wahrheiten.

Dem ist hinzuzufügen: Auch alle deutschen Bischöfe, Erz- und Weihbischöfe, Dignitäre, Kanoniker, Domkapitulare, Dom-Messner, Oberkirchenräte, Erzieher in bischöflichen Knaben- und Priesterseminaren und sogar der flüchtige Fetisch Weihrauch werden vom deutschen Volk extra bezahlt – nicht etwa von den Kirchen selbst, oder aus der eingenommenen Kirchensteuer.


Ohne den Markenkern Gott – bzw. seiner erfolgreichen „Verkaufe“ – bricht das gesamte kirchliche Glaubens- und Ritualgerüst zusammen: Eine existenzzerstörende Katastrophe für das Bodenpersonal. Für Muslime bedeutet die wachsende Erkenntnis – Allah existiert nicht – ein noch größeres Fiasko: Ihr archaisches, auf göttlicher Autorität basierendes Volksbeherrschungssystem wird notleidend, die Macht der Ajatollahs, Mullahs und Imame schwindet – bis hin, zum Untergang ihres Gottesstaatsgebildes. Diese zwangsläufigen Entwicklungen haben die abrahamitischen Gottesagenten nicht auf dem Schirm. Unverdrossen verkünden Sie, vom Wirken ihres Gottes (Allahs) zu wissen, vom endzeitlichen Gericht, vom Fegefeuer, von Höllenstrafen und Paradiesfreuden. Und: Sie sind dreist genug, eine persönliche Auferstehung als Belohnung für ein gottesfürchtiges Leben zu versprechen.

Den Muslimen wird gar ein phänomenaler Lustgarten in Aussicht gestellt, ein geradezu berauschendes Jenseits. Das ist bekanntermaßen: Opium des Volk’s – für die Kirchenleute ein „alter Hut“. Dennoch trennen sie sich nicht von ihrem gestrigen Brimborium – und so darbt ihr Unternehmen schon seit langer Zeit dahin. Letztendlich auch: Infolge kraftloser Führung, fehlender Anpassung an die moderne Welt, und wegen eines komfortablen Refugiums für’s konservative Kult-Personal. Ein Aufbruch der Institution Kirche in die Zukunft ist nicht in Sicht, weil die alten Häupter des behäbigen Kurienapparates gut situiert und initiativlos ihrem beglückenden Platz im Paradies entgegenstreben und die unteren Ränge, Aktivitäten die an Umbruch, Aufstand oder gar Revolte erinnern, nie auf ihrer Agenda hatten.

Der gesamte Klerus spult seit Jahrhunderten die gewohnten Rituale ab, ohne das Procedere und die Inhalte zu hinterfragen. Dabei müsste ihnen auffallen, dass ihre Gotteslehre einen Spitzenplatz belegt, auf der Liste der größten Absurditäten, welche die Menschheit hervorgebracht hat. Dogmen, Thesen und Prophezeiungen sind nichts weiter, als konstruierter Unfug und fromme Lügen. Angefangen bei der Genesis mit Adam und Eva, Noah und der Sintflut – über Erbsünde, Geistzeugung, Jungfrauengeburt, Gottessohnschaft, Jesu Auferstehung, Marias Himmelfahrt, Fegefeuer, Himmel, Hölle und Jüngstes Gericht.

Und als Krönung des Wahnwitzes schwebt eine Trinität über diesem abgewirtschafteten Glaubensgerüst: Ein aus dem irren Wanderprediger Jesus*, dem jüdischen Jahwe, und einem dubiosen Spiritus montiertes Gebilde. (* „Er ist von Sinnen!“. Seine Mutter Maria und seine Brüder sorgten sich um seinen Geisteszustand und wollten ihn mit Gewalt nach hause holen – Mk 3,21 u. 3,31ff mit Mt 12,46 ff; Lk 8,19 ff.)


Es lässt sich nicht von der Hand weisen: Die Theologie lebt vom angewandten Betrug – und die Kirche ist damit immens reich geworden. Da stellt sich die Frage: Warum sollte der Staat, also die Volksgemeinschaft, die Ausbildung dieser nonchalant ausgedrückt, überflüssigen Lügenbolde, mit 280 Millionen € jährlich finanzieren?

Mit einer Prise Sarkasmus und etwas Bosheit ausgestattet, könnte man fragen: Ist dieser Schwindel nicht strafbar? Oder: Gehören die Gottesmänner nicht ins Irrenhaus? Naheliegend wäre: Das gesamte religiöse Personal in Europas größter Anstalt dieser Art unterzubringen – im Vatikan.

Der Text spiegelt nicht die Auffassung der Redaktion wider.

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