Palij muss sich vor Gericht verantworten

Am gestrigen Dienstag ist der ehemalige SS-Mann und Aufseher im Zwangsarbeiterlager Trawniki von den USA nach Deutschland abgeschoben worden. Palijs hohes Alter darf kein Argument dagegen sein. Wer sich schuldig gemacht hat, der muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden: Solange sie leben, müssen die Täter von damals vor Gericht gestellt werden.schreibt Charlotte Knobloch auf ihrer Facebookseite.

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“Dass Palij, der während des Zweiten Weltkrieges schwere persönliche Schuld auf sich geladen hat, nicht länger in den Vereinigten Staaten verbleiben darf, ist angemessen. Es darf nicht sein, dass ehemalige Täter, wo auch immer auf der Welt, ruhige letzte Jahre verbringen, während den Millionen Opfern des Holocaust jede menschliche Würde verwehrt blieb. Gerade die Bundesrepublik darf dabei kein Ort sein, der ehemaligen SS-Angehörigen, gegen die schwerwiegende Vorwürfe im Raum stehen, einen angenehmen Lebensabend ermöglicht.

Jetzt, da er sich in Deutschland befindet, wäre sehr zu wünschen, dass gegen Palij noch einmal alle denkbaren Rechtsmittel geprüft werden. Ich appelliere eindringlich an die einschlägigen Stellen, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um für die Opfer doch noch Gerechtigkeit zu erreichen.

Palijs hohes Alter darf kein Argument dagegen sein. Wer sich schuldig gemacht hat, der muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden: Solange sie leben, müssen die Täter von damals vor Gericht gestellt werden."

Quelle: Charlotte Knobloch":https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1887644224649895&id=100002130068988

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