Auf dem Schafott der politischen Meinungsbildung

Eines der ersten Mobbing-Opfer der Willkommens-Besoffenen von 2015 war ein Pädagoge, der sehr früh vor den Gefahren einer Masseneinwanderung von jungen Männern aus gewaltaffinen und frauenfeindlichen Gesellschaften warnte und meinte, besonders junge Frauen müssten über das Frauenbild dieser Einwanderer aufgeklärt werden.

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Er tat das gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Seltmann-Kuke im Editorial einer eher marginalen Zeitung des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt, dessen Vorsitzender er damals war.

Als Schulleiter eines Gymnasiums trieben Mannke berechtigte Fragen um. Vor dem Hintergrund der anerzogenen Haltung muslimischer Männer zu Frauen „bleibt die Frage, wie sie ohne mit den Normen unserer Gesellschaft in Konflikt zu geraten, ihre Sexualität ausleben oder Partnerschaften in Deutschland anstreben können. Mit einer undifferenzierten Willkommenskultur können wir diese Probleme nicht lösen […]“

Unter anderem berief sich Mannke auf die Tageszeitung „Die Welt“, in der Clemens Wergin konstatiert hatte: „Die eingewanderten Muslime haben seit den 90er Jahren einen Traditions-Backlash erfahren, der ein Spiegelbild der Re-Islamisierung ist, die muslimische Gesellschaften im Nahen und Mittleren Osten erfahren. Das hat nicht nur die Hürden für die Integration in die europäischen Gesellschaften erhöht, es hat zudem auch ein ernsthaftes Sicherheitsproblem geschaffen.“ Sich auf seriöse Quellen zu berufen, nützte den Autoren nichts, als der Shitstorm über sie hereinbrach. Sie erfuhren die Wahrheit der Erkenntnis Heinrich Bölls: „Worte können töten, und es ist einzig und allein eine Gewissensfrage, ob man Sprache entgleiten lässt in Bereiche, wo sie mörderisch wird.“ Es ist allein der Charakterstärke der Angegriffenen zu verdanken, dass die gegen sie gerichtete Sprache nicht tötete.

Wenn man Mannkes vor zwei Jahren erschienenes Buch „Im Land der verschwiegenen Wahrheiten“ durchblättert, ist man fassungslos, wie aktuell es ist. Alles, was Mannke und seine Ko-Autorin befürchteten, ist inzwischen eingetroffen. Die Probleme werden einfach ignoriert oder mit Medienkampagnen, wie sie vor allem Mannke ertragen musste, beiseite gefegt. Mit welchen Methoden diese Kampagnen geführt werden, kann man in seinem Buch nachlesen.

Ein Spiegel-Relotius namens Andreas Borcholte setzte das eingangs erwähnte kurze Editorial allen Ernstes mit Texten des nationalsozialistischen „Der Giftpilz“, eine Handreichung für HJ-Pimpfe, gleich. Dabei zieht Borcholte selbst vom Leder, ohne historische Parallelen zu scheuen: „Es geht also um in Deutschland, der Butzemann, der Buhmann, der mit diffusen Ängsten besetzte Fremde. Zu Tausenden kommt er zur Zeit aus aller unchristlichen Herren Länder zu uns und hat es vermeintlich zuallererst darauf abgesehen, unsere Frauen und Kinder zu schänden, zu morden, zu brandschatzen, unsere Kultur zu usurpieren und unsere Reichtümer zu rauben.“

Spiegelleser, denen das vorgesetzt wird, um den Eindruck zu erwecken, Mannke hätte so etwas geschrieben, kann man nur warnen, dass sie als Leser dieses Blattes brutal desinformiert werden. Andere Journalisten bewegten sich auf ähnlichem Niveau. Tagelang prasselte es auf Mannke nieder. Auch eine Schülerinitiative fehlte nicht, die sich gegen den angeblichen Fremdenfeind richtete. Allerdings waren es überwiegend Schüler, die nie bei Mannke, der als „cooler Lehrer“ beschrieben wird, Unterricht gehabt haben.

Unter dem medialen Druck knickte der Philologenverband ein. Ein anderer Vorsitzender musste her.

Kurz nach der Kampagne bestätigten die gewaltsamen Sex-Übergriffe an Silvester 2015 auf der Kölner Domplatte, dass Mannke mit seinen Befürchtungen leider richtig lag. Das hatte aber nicht zur Folge, dass die Medien, die diese Hetzkampagne gefahren hatten, ihn rehabilitierten. Nur in den sozialen Medien und in den zahllosen Zuschriften, die Mannke erhielt, zeigte sich, wie sehr er die Meinung der Mehrheit der Bevölkerung aussprach.

Leider hat sich das Schema bis heute erhalten. Die Qualitätsmedien gerieren sich als informelle Regierungssprecher und schreiben tapfer gegen ihre Leser an. Rapide sinkende Auflagezahlen haben kaum dazu geführt, diesen fatalen Kurs zu korrigieren. Die Willkommenspolitiker und ihre subventionierte Klientel ignorieren weiterhin die Realität, während die Liste der vergewaltigten und getöteten Frauen immer länger wird.

Wir müssen befürchten, dass uns eines Tages von den Willkommens-Enthusiasten versichert wird, sie hätten nichts von den Folgen ihres Tuns gewusst, oder wären heimlich schon immer dagegen gewesen. Wir werden es ihnen nicht glauben, denn es hat Bücher, wie das von Jürgen Mannke gegeben, die sich der Wahrheit verpflichtet haben.

Quelle: Vera Lengsfeld

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