Realitätsverweigerung von rechts und links

Es gibt Beweise für Realitätsverweigerung von rechts und links. Die einen spielen die alte Leier vom Rassismus und von Ausländerfeindlichkeit, wenn man eine spezifisches Problem anspricht. Die anderen behaupten, Übergriffe von rechten Schlägern bis hin zum Anzünden von Asylbewerberheimen habe nichts damit zu tun, dass einigen von denen glauben, sie brauchen Messer zur Selbstverteidigung.

Big_af7759ae7d
© Fotolia

Der hiesige Polzeipräsident hat bei der Vorstellung der Kriminalstatistik bereits davon berichtet, dass auch in Tübingen die Zahl der Messerangriffe gestiegen ist und bei Asylbewerbern bei Kontrollen häufig gefährliche Messer gefunden werden.

Man kann jetzt einige Jahre lang Statistiken erstellen. Man kann aber auch einen Befund auf seine Plausibilität prüfen und schneller handeln: Die Gruppe junger männlicher Asylbewerber, um die es geht, kommt aus Ländern, in denen Gewalterfahrungen eher normal sind und nicht die Ausnahme wie bei uns. Sie vertraut oft der Polizei nicht, weil sie häufiger kontrolliert werden und weil die Polizei Abschiebungen durchsetzt. Schließlich sind sie auch Opfer von Attacken gewaltbereite Rechter in Deutschland. Das alles erklärt, warum sie sich legal bewaffnen. Also mit Messern. Andere Waffen sind für sie auch kaum zu beschaffen.

Wer aber eine Waffe hat, der setzt sie mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch ein. Erst diese Woche hat ein Asylbewerber einen Mitreisenden im Zug lebensgefährlich mit dem Messer verletzt und konnte nur durch einen Schuss einer Polizistin gestoppt werden. Dabei ist er gestorben. Es wäre also sogar zum Schutz der Asylbewerber selbst besser, wir würden ihnen beibringen, dass in unserem Land der Staat ein Gewaltmonopol hat.

Unter AfD-Anhängern hat sich neben dem Terminus “Vergewaltigungskrise” auch der Begriff “Messern” als Beschreibung für Gefahren, die in besonderem Maße von einem Teil der Asylbewerber ausgehen, etabliert. Wir sollten nicht so lange wie bei den Sexualstraftaten über Statistiken streiten, sondern handeln. Man darf die Rechten nicht dadurch stärken, dass man Probleme ignoriert.

Ich bin dafür, Asylbewerbern das Tragen von Messern, die man im Flugzeug nicht mitführen dürfte, zu untersagen. Die Genfer Flüchtlingskonvention sieht sogar vor, das Menschen, die zur Gefahr für ein Aufnahmeland werden, in Kriegsgebiete zurück geschickt werden dürfen. Ich leite daraus ab, dass ein Aufnahmeland an seine Hilfe auch Sicherheitsvorkehrungen knüpfen darf. In unserem Land braucht man kein Messer zur Selbstverteidigung und daher sollten Asylbewerber das auch nicht in unserem Land einführen. Sollte das nicht genügen, kann das Verbot auch generalisiert werden. Da die aktuelle Zunahme aber eindeutig mit dem Anstieg der Zahl der Asylbewerber im Land korreliert, wäre das ein erster, gerechtfertigter Schritt.

“Wir schütteln oft den Kopf über die Waffenlobby in den USA. Dort sieht man, dass es gefährlich ist, Waffen weit verbreitet zuzulassen. Wir sollten nicht denselben Fehler machen”:
https://www.bussgeldkatalog.net/waffengesetz/messer/.

PS: Auch hier mal wieder viele Beweise für Realitätsverweigerung von rechts und links. Die einen spielen die alte Leier vom Rassismus und von Ausländerfeindlichkeit, wenn man eine spezifisches Problem anspricht. Die anderen behaupten, Übergriffe von rechten Schlägern bis hin zum Anzünden von Asylbewerberheimen habe nichts damit zu tun, dass einigen von denen glauben, sie brauchen Messer zur Selbstverteidigung. Immer ein Auge zu, wo man nichts sehen will. Das ist das eigentliche Problem dieser Debatte.

Mehr aus der Debatte

Migration und Integration

Medium_aff4f5ceab

Arabische Clans regieren mit Gewalt

Arabischstämmige kriminelle Clans und ihre Nachfolgeorganisationen sind das Ergebnis naiver und fahrlässiger Politik, die es noch immer gibt.

Medium_63253b4e84

Unkoordinierte Zuwanderung gefährdet Zukunft Deutschlands!

Die Willkommenspolitik unserer Regierung sorgt dafür, dass schon in den Grundschulen die Pädagogen vor schier unlösbare Aufgaben gestellt werden. Besonders eindrucksvoll ist dies in einer „Welt“-Reportage über eine Berliner Grundschule in einem „Problemviertel“ geschildert.

Medium_1617f01729

200 Millionen schwarzafrikanische Migranten wollen nach Europa

Bis zum Jahr 2050 muss sich Europa auf etwa 150 Millionen bis 200 Millionen schwarzafrikanische Migranten gefasst machen, so Jörg Meuthen.

comments powered by Disqus
Wer soll Merkels Nachfolger werden?
Annegret Kramp-Karrenbauer
Jens Spahn
Friedrich Merz