„Polizei hat die Bilder erzeugt“

Das „Neue Deutschland“ kritisiert die Empörung über brennende Autos als Ausdruck „kleinbürgerlicher Aufstiegsideologie“, für die das Auto „Nationalfetisch“ sei. Und laut der Linken-Vorsitzenden „hat die Polizeiführung alles getan, um jene Bilder zu erzeugen“.

Hier ein Auszug aus der Erklärung der Vorsitzenden der „Linken“, Katja Kipping, zu den Gewaltexzessen in Hamburg:

Unter der Überschrift „Deeskalation ist das Gebot der Stunde“ erklärt sie:
„Die Polizeiführung und die politisch Verantwortlichen in Hamburg müssen endlich zu einer Deeskalationsstrategie finden, statt den berechtigten und friedlichen Protest gegen den G20-Gipfel fortwährend zu kriminalisieren und ihn mit allen Mitteln zu behindern. Es widerspricht schlicht den im Grundgesetz verankerten Grundrechten, wenn friedlich Protestierende selbst jenseits der ohnehin fragwürdigen Demonstrationsverbotszone mit Wasserwerfern, Pfefferspray und körperlichem Zwang angegriffen werden. Der gestrige Polizeieinsatz hat die Lage eskaliert. Offenkundig hat die Polizeiführung alles getan, um jene Bilder zu erzeugen, mit denen sie im Vorhinein ihren martialischen Einsatz und die maßlose Einschränkung des Demonstrationsrechtes bis hin zum Schlafverbot gerechtfertigt hat. Sie hat dabei billigend in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kamen, die nichts weiter ausdrücken wollten als ihre politische Meinung.“ So weit die Erklärung der Vorsitzenden der Linken.

„Nationalfetisch Auto“

Das „Neue Deutschland“, einst Zentralorgan der Vorgängerorganisation der LINKEN, der SED, und heute zu 50% im Besitz der Partei, kritisiert in einem Kommentar, dass die Menschen sich so sehr über die brennenden Autos aufregten. Hier ein Auszug aus dem „Neuen Deutschland“ – die Überschrift lautet: „Autos beim G20: Nationalfetisch Auto“. Der Kommentator meint: „Es gibt für Deutsche keine schlimmere Kränkung, als wenn man ihre Autos angreift. In den Kommentaren zu den G20-Protesten jedenfalls werden ‚brennende Autos’ regelmäßig vor zertrümmerten Ladenfenstern und verletzten Personen erwähnt; letztere sind ersetzbar, aber der Nationalfetisch Auto ist mehr noch als Hymne und Flagge unabdingbar – als ein symbolisches Zentrum kleinbürgerlicher Aufstiegsideologie. Wer Autos anzündet, stellt exakt die Lebensentwürfe in Frage, in denen der Besitz des Autos eins ist mit Erfolg, Dazugehören und Glück im Winkel…“

Leseproben und Pressestimmen zu Rainer Zitelmann neuem Buch

Mehr aus der Kolumne

Zitelmann

Medium_e5447bc4af

Merkel: Mietpreisbremse gescheitert

Wenn Merkel plötzlich wenige Wochen vor der Bundestagswahl auch erkennt, dass die Mietpreisbremse gescheitert ist – was folgt denn daraus? Wird sie sich dafür einsetzen, dass diese wieder abgeschafft wird?

Medium_9787e3f5c8

Schwätzer Schulz gegen Angela „Grüne“ Merkel

Ist das nicht eine traurige Alternative zwischen den beiden Spitzenkandidaten? Der Schwätzer Schulz gegen Angela „Grüne“ Merkel.

Medium_48ad765680

„Wir sind stolz auf euch!“

Nachdem ich am Wochenende wieder gehört habe, wie Merkel und Schulz sich in wüsten Beschimpfungen der Vorstände deutscher Autofirmen überboten, habe ich spontan diesen Brief geschrieben. Leiten Sie ihn auf Facebook & Twitter an Ihre Freude weiter, so dass er Verbreitung findet.

comments powered by Disqus