Sind die Grünen bessere Menschen?

Warum mögen viele Menschen die Grünen nicht? Das Ergebnis einer aktuellen Allensbach-Umfrage: Sie tun so, als wären sie bessere Menschen – und wollen allen anderen Vorschriften machen.

Laut aktuellen Umfragen würden nur noch 7 bis 8 Prozent der Bundesbürger grün wählen. Was den Grünen zu denken geben sollte: Ganz offensichtlich sind sie nicht mehr „in“. Noch im Jahr 2010 sagten 59 Prozent der Befragten, die Grünen seien „in“; heute sagen das nur noch 13 Prozent. Und warum ist das so? Das Institut für Demoskopie Allensbach hat einmal alle Deutschen gefragt, denen die Grünen nicht oder nur teilweise gefallen: Was stört Sie an den Grünen?

An zweiter Stelle (direkt hinter: „unrealistische Ziele“) steht als Störfaktor die „Vorschriftenmacherei“. 48 Prozent der Bürger, denen die Grünen nicht oder nur teilweise gefallen, stören sich daran. Und 41 Prozent stört: „Die Grünen tun, als wären sie bessere Menschen.“ Jeder Dritte stört sich auch daran, dass die Grünen zu wenig von Wirtschaft verstehen.

In der Tat ist es die Kombination von Gutmenschentum (ein Wort, das man nach der bei Grünen besonders beliebten Political Correctness auch nicht mehr gebrauchen darf) und Vorschriftenmacherei, die so vielen auf die Nerven geht. Stellen Sie sich mal jemand in Ihrem Bekanntenkreis vor, der sich allen anderen für moralisch weit überlegen hält und gleichzeitig Ihnen und allen ihren Freunden und Bekannten unzählige Vorschriften machen möchte, wie sie zu leben, zu denken, zu sprechen, zu essen, den Müll zu trennen oder zu reisen haben. Sympathisch? Wohl kaum. Aber genau dafür stehen nun mal Leute wie Simone Peter, Claudia Roth oder Anton Hofreiter.

Kein Wunder ist übrigens, dass fast die Hälfte der Mitglieder der Grünen Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst sind und keine Bevölkerungsgruppe so große Sympathien für diese Partei hat wie Beamte (das weiß man aus anderen Umfragen). Vorschriftenmacherei und Besserwisserei ist ja jedenfalls nichts, was Beamten so ganz fremd wäre.

Die Grünen merken, dass sie „out“ sind und halten sich an ihrem Öko-Thema krampfhaft fest. Neulich haben sie beschlossen, dass sie in diesem Wahlkampf ganz auf das Thema „Umwelt“ setzen wollen. Ob das klug ist, erscheint fraglich. Denn erstens sind ja alle anderen Parteien längst ergrünt (der eigentliche Erfolg der Grünen). Und zweitens: Laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen empfinden nur noch drei Prozent der Deutschen das Umweltthema als großes Problem (während sich mehr als die Hälfte der Deutschen Sorgen wegen der Zuwanderung macht).

Mehr aus der Debatte

Zukunft der Grünen

Medium_efb215425c

Darum sind wir keine "Partei der Reichen"

Soziale Gerechtigkeit gehört zur DNA der Grünen – genauso wie ökologisches Bewusstsein, wie Selbstbestimmung und Weltoffenheit. Besitzstandswahrung gehört nicht dazu – und deshalb werden wir immer eine Politik für die Schwachen machen, sagt Lisa Paus von den Grünen.

Medium_23f84cf91a

Die Verwahrlosung marktwirtschaftlichen Denkens

Warum das Theater gerade jetzt? Die Grünen schlafwandeln an der Fünf-Prozent-Marke, werden vielleicht Opfer ihres frenetischen Jubels über Millionen zumeist sehr religiöser Zuwanderer. Davon muss abgelenkt werden. Da sowohl Union als auch SPD die Fehlerdiskussion zur Völkerwanderung 2015/16 um jeden Preis, auch den der massenhaften Wahlenthaltung, vermeiden wollen, klappt das auch.

Medium_aff34d1e19

Grüne träumen von Planwirtschaft für die Autoindustrie

Cem Özdemir im Sommerinterview im ZDF: Die Grünen seien die Einzigen, die noch dafür kämpften, dass in Zukunft Autos in Deutschland gebaut würden. Da die Automanager versagt hätten, solle künftig eine bei der Regierung angesiedelte „Zukunftskommission“ entscheiden, welche Autos produziert werden.

comments powered by Disqus